Wie meinem kurzen Statement via Bob Dylan zu entnehmen war: Es gab Stress in der Firma. Am 01.10.2007 fiel erst einer unserer eigenen Server aus und dann kamen später am Tag auch noch ein Kundenserver hinzu und ein Mailserver auf einem unserer anderen Server fiel aus. Das ist schon eine ordentliche Herausforderung für einen Montag Vormittag. Als hätten sich die Kisten abgesprochen. Bereits um 10 Uhr prangte auf dem Telefondisplay: 43 Anrufe in Abwesenheit. Das roch nach Arbeit – und es wurde Arbeit!
Montag selbst dreimal nach Düsseldorf geprescht – Server abholen, Server einstellen, Server doch wieder abholen. Mit den Reparaturversuchen vor Ort, alles in allem 10 Stunden. Dreimal in Wuppertal vor Nebelbänken auf der Autobahn fast angehalten. Zwischendurch Platzregen, Sicht = Null. Mit den Arbeiten im Büro zusammen beendete ich den Tag gegen 3 Uhr morgens im Büro. Direkt an meiner Stammkneipe vorbei, nach Hause, ab ins Bett. Platt!
Dienstag dann die Reparaturversuche aufgegeben und versucht, ein Backup einzuspielen. Wie das so ist, wenn man einen Lauf hat: Backup ließ sich nicht am Server anmelden, Server bootet nicht. Mit viel Hardwareeinsatz rumgebastelt, um 2 Uhr morgens aufgegeben. Als ich an meiner Stammkneipe vorbeiging, wurde dort gerade abgeschlossen. Zu Hause ein Glas Weißweinschorle gebechert und ab ins Bett.
Gestern wieder am System gearbeitet – um 21 Uhr lief die Kiste wieder. Ab nach Düsseldorf, Server eingestellt, um Mitternacht in der Stammkneipe aufgetaucht. Juhu! Ich wurde noch bedient. Druckbetankung. Keine Ahnung, wann ich nach Hause ging. Eine Freundin kam noch mit – noch eine Flasche Wein geköpft, Videos geschaut. Ins Bett gegen 6:30 Uhr.
Heute morgen, 9:45 Uhr – das Notfallhandy klingelt. Der Kundenserver ist wieder offline. Im Folgenden dann noch 8 Telefonate bis 11 Uhr. Der Schädel brummt, mir ist schlecht. Zwischen den Kundenaufträgen immer wieder ins Bett gelegt.
Mit Freunden um 14:30 Uhr zu Ikea gefahren, um Nahrung aufzunehmen. Mein Frühstück um 15 Uhr: 15 Köttbullar mit Pommes.
Seit 16:30 Uhr wieder im Büro.
Ich bin fertig – das Wochenende darf kommen!
Wie es in unserem Lieblingsfilm so treffend heisst: “Sie haben einen echten Männerjob getan!”. Ich zolle dir Lob, Respekt und Anerkennung.
Also, wenn ich sowas lese, weiß ich wieder, warum ich derzeit das Angestelltendasein vorziehe … Aber wie schon Moppen gesagt hat – mein vollster Respekt für soviel Engagement!