= Es ist Krieg! =
Mal zu was Ernsterem: Telepolis hat mir gerade bewußt gemacht, dass auf unserem Planeten derzeit bis zu 40 Kriege toben. Jetzt. In diesem Moment. Da fehlten mir im ersten Moment die Worte. Ich kann nur erahnen, was Krieg bedeutet, denn Filme oder Berichterstattung aus den Medien kann einem wohl keine Kriegssituation vermitteln.
Wenn ich mir vorstelle, dass ich meines Lebens einfach nicht mehr sicher bin - oder anders: Wenn ich Angst haben müsste, jederzeit irgendwo erschossen zu werden, weil ich gerade zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort bin oder einfach der für den Moment falschen Seite angehöre, dann habe ich große Probleme, diesen Gedanken wirklich zu erfassen. Ich hatte schonmal Todesängste - bei einem meiner Lungenrisse zum Beispiel oder als mir mal eine Waffe an den Kopf gehalten wurde. Wie leben Menschen damit, ständig im Leben bedroht zu sein?
In unseren Breiten hat man ja eher Angst um seine materielle Existenz - oder vielleicht auch noch vor einem Terroranschlag. Wobei letzteres ja teilweise auch eher ein abstrakter Gedanke ist, solange nicht in gewisser Regelmäßigkeit das öffentliche Leben bedroht wird.
Zudem haben wir hier ja meist das Gefühl, gut informiert zu sein. Aber wer die Tagesschau schaut, weiß vielleicht von Afghanistan und Irak - vielleicht noch von einigen Konflikten in Somalia. Dann wird’s aber auch schon eng. Eigentlich weiß die breite Öffentlichkeit nicht viel. Die Frage ist, ob das gewollt ist oder mehr Informationen einfach nicht abgefragt und gewünscht werden. Ich meine, ich will mich auch nicht den ganzen Tag über alle Kriege auf der Welt informieren. Material genug für einen eigenen Kanal wäre aber wohl vorhanden.
Umso wichtiger, sich vielleicht mal einen kurzen Abriss bei Telepolis zu holen.


12. November, 2007 um 16:31
[...] geistreiche Aufmacher zu haben, aber heute hat’s mir die Sprache verschlagen. Wir haben rund 40 Kriege auf der Welt und auf der Titelseite der BILD steht: “Bundesliga-Hammer / 1. Tor mit Penis [...]