Ich war in meiner Lieblingskneipe zugegen und als die Terasse rund um Mitternacht eingeräumt wurde, stand ich in dem Laden und durfte nicht mehr rauchen.
Danach habe ich mich noch etwa 20 Minuten dort aufgehalten, bin mit den Kollegen einmal hinaus, um gemeinschaftlich eine zu rauchen und habe mich dann dazu entschieden, das Feld zu räumen. Ist mir zu doof – ehrlich.
Ich habe immer gesagt, dass ich vermutlich bei einem Rauchverbot als Gast sehr selten werde, wollte mich aber selbst überraschen lassen, wie ich reagiere, wenn es soweit ist. Und seit gestern bin ich mir sicher: Ich werde häufiger in mein Wohnzimmer einladen und/oder auf Raucherclubs ausweichen.
Zum Rauchen rausgehen, erinnert mich an meine Angestelltenzeiten, wo ich eigentlich auch nur sehr widerwillig meinen Arbeitsplatz verlassen habe, um der Sucht zu fröhnen. Ich fühle mich gegängelt.
Wie du weißt bin ich Nichtraucher, aber gegen das Rauchverbot in der Gastronomie. Kann deine Haltung aber nicht verstehen, du hättest was gegen das Gesetz unternehmen können (wie alle anderen Raucher auch), hast du aber nicht. Und jetzt wo es in Kraft tritt, schadest du denen die nichts dafür können und das Gesetz umsetzen müssen. Du hast nie in der Runde gefragt ob du Rauchen darfst, hast selten und ungern auf das Rauchen verzichtet wenn jemand gegessen hat. Jetzt wo es für dich aber Konsequenzen hat, das du rauchst bist du angepisst. Mich kotzt es an das der Staat die Bürger immer mehr bevormundet, aber sich als Raucher in die Ecke der Vertriebenen zu stellen finde ich genauso schlimm. Sorry Soulkeeper, aber ich sehe das so.
Also erstmal: Das mit dem Rauchen und Essen haben wir alle untereinander lange schon geklärt. Es macht keinen Sinn, sechs Jahre lang die gleichen Fragen zu stellen und die gleichen Antworten zu bekommen.
Ich tu schon so einiges – und wen ich bei seinen Klagen und Vorhaben unterstütze und wen nicht, weißt Du gar nicht. *g*
Was Du aber vielleicht mißverstanden hast: Ich mache Karin und Roland ja keinen Vorwurf – die beiden setzen nur geltendes Recht um. Aber letztendlich bleibt mir doch nichts anderes, als mit den Füßen abzustimmen.
Auf jeden Fall sehe ich es so, dass ich verdammt nochmal das *Recht* habe, mich in die Ecke der Vertriebenen zu stellen, DENN ich nehme an der aktiven Politik teil und diene auch ehrenamtlich der Gesellschaft.
a) im Vorstand der FDP Castrop-Rauxel
b) als sachkundiger Bürger im Schulausschuss
c) als sachkundiger Bürger im Jugendhilfeausschuss
d) als ehrenamtlicher Richter am Verwaltungsgericht
e) ich gehe wählen
Das berechtigt mich dazu, auch über politische Entscheidungen an anderer Stelle zu meckern. Was machst Du so für die Gesellschaft und die Politik, dass Du mitredest?
Sorry, aber das ist meine Sicht auf die Dinge.
Ich brauche mich hier nicht über meine Aktivitäten rechtfertigen, finde aber das sich die “armen Raucher” jetzt bitte nicht als Opfer darstellen. Opfer waren/sind immer die Passivraucher. Ich finde es sollte jeder frei entscheiden können, wann und wo er Rauchen will, solange er niemand anderen in seiner Person einschränkt. Man muß nicht für alles Gesetze schaffen. Als mündiger Bürger sollte man das im Einzelfalle regeln können.
Nun, Du hast mir im ersten Post quasi vorgeworfen, dass ich nicht ausreichend Engagement gezeigt hätte, um dieses Gesetz zu verhindern – und infolgedessen möge ich doch jetzt auch bitte nicht jammern.
Du wiederum nimmst Dir ständig das Recht heraus, zu jammern – willst Dich dafür aber auch nicht rechtfertigen müssen.
Hmmm… zweierlei Maß!
In dem Punkt mit dem Nichtrauchergesetz, weiß ich auch nicht welches Engagement du an den Tag gelegt hast.
Und ich finde es nicht richtig das sich die Raucher jetzt als Opfer darstellen, weil sie nirgends mehr Rauchen dürfen in der Öffentlichkeit.
Ich als Nichtraucher finde es sehr angenehm, dass man endlich mal in Ruhe irgendwo hingehen kann, ohne direkt zu stinken wie die Pest…
Sorry, aber wir mussten uns jahrelang an die Raucher anpassen und uns damit abfinden, dass man überall zugequalmt wird und jetzt ist es halt mal umgekehrt. Find ich gar nicht schlimm!
There is no place like home.
There is no place like home.
There is no place like home.
*clack*
Meine bescheidene Meinung als aktiver Aktivraucher: ich finde die Gesetzgebung flüssiger als Wasser, aber füge mich dem Beschluß. Meckern hätte nix gebracht und wenn ich zu Hause rausgehe, im Büro rausgehe, dann kann ich auch in Disse und Kneipe rausgehen.
Bevor ihr Schnubbels da oben Euch allerdings die Rübe einhämmert, gebe ich Euch mal ein anderes Fallbeispiel unserer Regierung und dann könnt ihr weiterhin über die Sinnigkeit des Rauchverbots sinnieren oder die allgemeinen “Schutzmechanismen” der Bundesregierung zum Schutz der Bundesbürger vor sich selbst. Alkopops sind noch ein Begriff? Wurden mehr oder minder auch aufgrund der Regierung aus dem Verkehr gezogen, um die Jugendlichen zu schützen. Und dank dieser Maßnahme und Exzessen wie Flatrate-Saufen hat sich die Zahl der Entgiftungen bei Jugendlichen letztes Jahr verdoppelt.
Und kommt mir jetzt bitte keiner mit “Du bist mündig, Du kannst wählen und mitbestimmen.” Natürlich bin ich das, aber es gibt Dinge, da kann man noch so mündig sein, man wird bevormundet wie ein kleines Kind. Jeder, über 80 Millionen Menschen.
Ich gehe nicht so oft abends weg und wenn auch nur in Gesellschaft, die alle mündig genug sind, sich nicht einem Flatrate-Saufen hinzugeben. Wenn sich jemand besäuft, dann ist das auch seine eigene Schuld. Ja, ich weiß, Gruppenzwang und so…
ab warten und Bier trinken … die Klagen laufen noch … und wenn da nix passiert, nun gut ich habe aus meiner Kneipe gehört, dass sie wohl ein Raucher Club wird
Warum können Gastwirte nicht selbst bestimmen, ob Sie eine Raucherkneipe oder einen Zigarrenclub beteiben wollen oder nicht? Und Gäste wie Ihr und ich entscheiden, ob Sie dort hingehen oder nicht?
Wo darf der Staat in das Leben seiner Bürger eingreifen – und wie weit darf ein solcher Eingriff gehen?
Möchtet Ihr, dass der Staat vorschreibt, ob man rauchen darf, Alkohol trinken, Fallschirmspringen oder sportlich Auto fahren?
Alles vier ist lebensbedrohlich – und die, die es tun, wissen darum.
Z.B. – die Novellierung des Bayerischen Nichtraucherschutzegesetzes, gegen die von den Nichtrauchern schon wieder heftig protestiert wird (http://raucherkultur.wordpress.com/2009/06/10/bayern-schutzt-die-nichtraucher/) würde das im Sinne eines demokratischen Selbstbestimmungsrechtes den Menschen selber überlassen – aber z.B.auch eindeutig den Zutritt von Minderjährigen zu Raucheräumen (auch mit Eltern) untersagen.
Soll niemand nirgends rauchen dürfen, damit jemand überall nichtrauchergeschützt ist – auch da, wo er gar nicht hingeht?
Nichtraucherschutz und Selbstbestimmungrecht können gut miteinander harmonieren! Das ist für mich ein Zeichen von Demokratie und Freiheit.
http://www.raucherkultur.wordpress.com