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Archive for Dezember 2008

Ich glaube, dass dies mein letzter Eintrag für dieses Jahr wird. Deshalb danke ich bereits jetzt für 51.919 Views (zzgl. derer, die in den nächsten 34 Stunden noch vorbeischauen) auf meinem Blog seit dem 01.01.2008: Danke!

Damit habe ich mehr Leser erreicht, als ich noch Mitte 2007 dachte, als ich mit dem Bloggen wieder anfing. Ein gutes Gefühl – es sollte eigentlich gut genug sein, um im nächsten Jahr wieder anständig in die Tasten zu hauen. Gleichwohl wird es wohl immer mal wieder Phasen geben, in denen man einfach keine Lust hat, etwas zu schreiben oder das, was einem einfällt, nicht gut genug erscheint. Aber unterm Strich bin ich mit den 228 getätigten Einträgen in diesem Jahr ganz zufrieden.

Das Jahr als solches war eher durchwachsen – fast ein verschenktes Jahr. Mit einer festen Freundin an der Seite, klingt es aber dann doch noch versöhnlich aus.

Ich befinde mich gerade in den Vorbereitungen einer Silvesterparty und stürze mich nach Erstellung dieses Artikels auch wieder genau da herein: Zunächst warten 1,5KG Hack darauf, zu Frikadellen verarbeitet zu werden und später wird noch der Rest für die Party eingekauft. Ich bin vermutlich erst wieder am 02.01.2009 zu gebrauchen.

Feiert schön und rutscht gut rein! Ich wünsche euch alles, was ihr mir auch wünscht. 🙂

Euer Nils aka Soulkeeper

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Habt ihr euch schonmal gefragt, was nach der Tagesschau im Studio passiert? Das Letzte, was man sieht, ist ja das Studio in einer Totalen und ein Moderator, der nochmal seine Blätter zusammenklopft oder einen Kuli einsteckt – in diesem Falle Thorsten Schröder. Und dann geht’s halt im normalen Programm weiter.

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Heute habe ich mir den Livestream der Tagesschau angesehen – und seit heute weiß ich, was danach passiert, denn jemand hat – bis jetzt – vergessen, den Livestream abzuschalten und das Logo ohne Ton bis zum nächsten Stream einzublenden.

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Der während der ganzen Sendung so entspannt wirkende Moderator, wirkte nach der Sendung sichtlich genervt. Er trommelte nervös auf dem Schreibtisch herum, bis ihn die Regie wohl endlich aufstehen ließ. Er puhlte sich seinen Ohrhörer und Mikro heraus und warf dies recht harsch auf den Schreibtisch. Unter dem Schreibtisch steht ein Becher, den er anstandshalber mitnahm, nachdem er einen kleinen Schluck daraus trank.

Ein Tontechniker sammelte den Ohrhörer ein und um 20:16:30 wurde das Studio abgedunkelt. Wenig später bekam man dann auch noch den Regieton gestreamt – da sprach man schon von den Tagesthemen.

Um 20:18h kam dann wieder der Techniker rein, der ein Ersatzmikrofon unter der linken Schreibtischhälfte einsammelte – nicht, ohne nochmal reinzusprechen: „Gewinne, Gewinne, Gewinne! Kaufen Sie Lose!“.

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Auf jeden Fall läuft der Stream immer noch – und ich freue mich, dass ich mal hinter die Kulissen schauen durfte. 🙂

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[Update]

Und siehe da: Es laufen dann doch noch Menschen durchs Studio… bis man um 20:50h gemerkt hat, dass der Stream noch läuft. 😉

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So ganz klappt’s aber noch nicht. Auf der Tonspur gab’s gerade nochmal den Tagesschau-Jingle, einen Testton und auch das Studio war nochmal zu sehen. Ich schau mir das nebenher noch weiter an. 🙂

…und wer weitere Tagesschau-Pannen sehen möchte, klickt bitte hier.

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Als Mensch gewöhnt man sich in manchen Lebenslagen irgendwann Gewohnheiten an. Ob die Zigarette nach dem Aufstehen, den Kaffee zum Wachwerden oder die Ruhe vor dem Sturm kein Bier auf Wein. Man tickt so vor sich hin…

Genauso befülle ich meine Waschmaschine: Wäsche rein, Waschmittel rein, Weichspüler rein. Je nach Inhalt halt Waschmittel für „schwarzes“ oder „buntes“, ggf. gepaart mit Sagrotan oder Bleiche. Die einzig konstante Größe ist der Weichspüler. Bis vorgestern.

Ich sprach ja an dieser Stelle schon einmal von Lenor, aber der Duft „Clear Blue / Energy“ ist nochmal so richtig der Hammer…

Wie gesagt: Ich habe so einen Automatismus beim Waschen… also schüttete ich auch den Weichspüler nach eigenem Ermessen in die Einfüllkammer… schon bei der Entnahme der Wäsche schreckte ich kurz zurück. „Boah! Brause! Krass!“

Ohne Witz: Die Wäsche war aus der Nähe kaum hinnehmbar. Die hat dermaßen nach Ahoi-Brause gestunken, dass sie eine Zumutung für die Umwelt war. Nichts desto trotz mußte ich einen Fummel daraus anziehen. Ich bin so konsequent und schmeiße alle meine Hemden gleichzeitig in die Wäsche. Wer mich kennt, weiß, dass ich in dem Moment nichts anzuziehen habe, weil ich *immer* im weißen Hemd durch die Gegend ziehe…

Noch am gleichen Tag war die Überlegung, den Weichspüler an Procter&Gamble zurück zu schicken, aber ich habe den Fehler dann doch noch bei mir entdeckt: Empfohlen war eine 2/3-Verschlusskappe für den Wäschegang. Ich habe geschätzte 3 Verschlusskappen eingefüllt. Also so, wie immer…

Aber wenn man das Zeug einmal überdosiert hat, kann man’s auch nicht mehr riechen. Wie Elfi. Der begegnete ich mit dem ersten Hemd. Ihre Reaktion: 10 mal niesen, 5 Taschentücher. Wie ne Allergie. Und ich kann sie echt verstehen…

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Nach der Posse um das Yo-Cabia-Gästebuch, werde ich echt nochmal auf die Probe gestellt. So habe ich einem der teilnehmenden Menschen eine gütliche Unterlassungserklärung zukommen lassen, damit er lernt, dass man andere Menschen nicht einfach so beschimpfen darf. Leider hat er diese Erklärung nicht unterschrieben.

Was macht man da? Gesicht verlieren und zurückstecken? So eine Unterlassungserklärung (wer es nicht weiß) ist ein Angebot, etwas gütlich und außergerichtlich aus der Welt zu schaffen. Und ich habe den Menschen wahrlich nicht übervorteilt. Er mußte sich nur dazu verpflichten, exakt diese Wortwahl nicht mehr zu verwenden… sowas kann man unterschreiben!

Es hat mich schon angekotzt, die Briefmarke zu zahlen, mein Papier dafür zu verschleudern und zur Post zu gehen. Aber jetzt fühle ich mich herausgefordert. Morgen gibt’s also einen Strafantrag wegen Beleidigung und die Post an das AG Wilhelmshaven im Rahmen einer Unterlassungsklage geht raus.

Eigentlich habe ich echt andere Sorgen, aber sowas ist mir bisher auch selten untergekommen. Ich hatte alle Brücken gebaut. Eine Entschuldigung hätte gereicht! Aber die besagte Person hat ihr Vorgehen auch noch gerechtfertigt. Das war meine Grenze. Schau’n mer mal, was die Gerichtsbarkeit sagt. Einen Vorteil habe ich davon übrigens nicht. Ich habe nicht so etwas, wie Schmerzensgeld beantragt – und zur Kostenminimierung beantrage ich sogar ein schriftliches Verfahren und formuliere alles selbst.

Naja… ich halte hier auf dem Laufenden. Ab sofort ist mir der Vorgang „wichtig“.

—[Update] —

Heute kam dann doch noch Post von besagter Person. Und jetzt fühle ich mich noch ein wenig verdummbeutelt. Es ist legitim, eine Unterlassungserklärung abzuändern, solange der Sinn erhalten bleibt. Meist sind Unterlassungserklärungen in ihrer Reichweite auch zu weit gefasst.

Was ich jetzt hier liegen habe ist eine „Unterlassenserklärung“. Und in dieser verpflichtet sich die Person zwar, mich zukünftig nicht mehr „Spackennase“ und/oder „bettingerspast“ zu nennen, bechränkt dies aber ausdrücklich darauf, dies nicht mehr im Gästebuch von Yo-Cabia zu tun. Mit anderen Worten: Auf allen anderen Seiten behält er sich das dennoch vor. Darüber hinaus ist der Strafpassus komplett entfernt worden. Heißt übersetzt: Verstößt er gegen seine eigene Verpflichtung, passiert… NICHTS.

Also verarschen kann ich mich alleine…

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= Je oller, je doller =

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Ich weiß nicht, wer die Kommentare der letzten guten Woche hier in meinem Blog wahrgenommen hat, aber ich fasse mal kurz zusammen: Vor einiger Zeit ist mir ein Servernetzteil abgeraucht, das mit seinem Kurzschluss auch noch das Servermainboard geplättet hat. Daraufhin habe ich die Kundenpräsenzen auf einen anderen Server migriert.

Auf dem Server lag zudem noch mein kostenloser Gästebuchdienst, den ich seit ca. 1998 für jedermann anbot. Der Gästebuchdienst war so ziemlich das erste, was ich in ColdFusion programmiert habe. Dementsprechend handelte es sich dabei auch um Spaghetticode. Immer mal wieder habe ich überlegt, den Dienst komplett neu zu programmieren, aber herrje – er lief ja. Und Geld hat er auch nie abgeworfen – mußte er auch nicht. Jeden Tag schrieb der Dienst ein klein wenig rote Zahlen. Im Laufe der Zeit hatte ich einige Sachen zumindest korrigiert oder optimiert, so dass der Dienst in vier verschiedenen Versionen mit vier verschiedenen Datenbanken in zwei verschiedenen Datenbanksystemen lief. Also auch hier: überaus undurchsichtig, wenn man nicht häufiger damit arbeitet.

Nach der Migration der Kundenpräsenzen hatte ich bis heute nicht die richtige Motivation, nachzuschauen, wie die Programmierung der Gästebücher zu den Datenbanken passt etc. – vielmehr habe ich überlegt, den Dienst vielleicht ganz einzustampfen. Immer mal wieder hat man wegen irgendwelcher Gästebucheinträge die Kripo oder den Staatsschutz an der Strippe – oder bekommt Post von der Polizei. Das nervt zumeist. Hinzu kommen noch die Botnetze, die versuchen, massenhaft Spam in die Gästebücher zu schreiben.

Der Sache die Krone aufgesetzt, hat jetzt allerdings die Gruppe um Yo-Cabia. Zunächst einmal hat man sich meine privaten Seiten herausgesucht und dann hier in meinem Blog Forderungen gestellt. Als ich dann heute die Yo-Cabia-Seite besuchte, bin ich fast vom Stuhl gekippt:

Dort wurden meine privaten Webadressen verlinkt und dazu der Satz „ein veräter. hab in seinem blog erster kommentar auch schon mit ihm geschrieben„. Weiter:

bettingerspast!

wie geht er denn ab ????????

spackennase!!! 

Dann noch ein Foto von mir.

Später:

VOLLASSI
der Kann doch nicht einfach alles dicht machen! der soll die daten rausrücken! mit dem quellcode! dann kann man das doch bestimmt auf den cabia webspace zurück sichern!

Weiter im Text:

bettingers blog zu texten bis er verzweifelt!!!!
https://soulkeeper.wordpress.com/

Also echt ey – da bietet man über Jahre eine kostenlose Dienstleistung an und dann kriegt man solche Hetzen gegen sich zu lesen, wenn/weil der Dienst nicht läuft. Schöne Nehmerkultur… Immerhin: Meiner Forderung, die o.g. Beiträge aus dem neuen Gästebuch der Gruppe zu entfernen, kam der Webmaster schonmal nach. Ich wiederum war so nett, der Gruppe die alten Einträge wieder bereitzustellen. Aber ich denke noch darüber nach, mir Unterlassungserklärungen anzufordern. Nur, damit man mal begreift, dass man so nicht mit Menschen umgeht („Spast“, „Vollassi“, „Spackennase“, „Veräter“ (sic!) und der Aufruf, meine privaten Seiten zu spammen).

Ich bin echt angesickt!

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Ich gebe offen zu, dass ich ein paar mal im Jahr im „Restaurant zum goldenen M“ frühstücke. Verliebt habe ich mich in den Egg McMuffin – so hieß der zumindest mal – mit Orangensaft und nem Cappuccino. Das macht bis mittags satt und schmeckt ausgezeichnet. Sowieso habe ich morgens kein Poblem mit deftigerem Essen. Preis/Leistung stimmt beim Restaurant der etwas anderen Art auch. Und ich kann kostenlos die Ruhr-Nachrichten lesen.

Jetzt aber genug der Lobhudelei. Schon vor ca. zwei Wochen kündigte sich an, dass das Frühstückskonzept umgekrempelt würde. Da wurden uns schon kostenlose „Probierhäppchen“ eines sogenannten „McToast“ gereicht. Ganz ehrlich: Sie hätten mir das nicht geben dürfen, denn ansonsten hätte ich das Teil zumindest ein einziges Mal bestellt. Nachdem ich dieses Stück Pappe jedoch kaum mit meinem O-Saft heruntergewürgt bekam, wußte ich schonmal, dass ich davon Abstand nehmen kann.

Heute war ich nochmal bei Mäckes frühstücken und hatte die Qual der Wahl. Um auch mal was Neues auszuprobieren, wählte ich einen „McMuffin Sausage Egg„. Nun dachte ich immer, dass „Sausage“ einfach „Wurst“ heißt. Und Wurst wiederum, ist für mich totes Tier in (Kunst-)Darm. McDonalds macht daraus einfach eine Bulette Presswurst. Geschmacklich ist das in Ordnung, in der Darreichungsform oder wahlweise in der Namensgebung aber doch irgendwie seltsam.

Und auch heute gab’s wieder kostenlose Probierhäppchen – diesmal von den Sweet McGriddles. Und schon wieder dieser Pappgeschmack. Der Ahornsirup war vollständig in den Pappteig eingesogen – sowas mag man schon nicht beim Ketchup in zu lange herumgelegenen Hamburgern.

Kurzum: Ich frage mich, wer da bei McDonalds die Qualitätssicherung macht, bzw. wer in Castrop die Anleitung zum fertigstellen dieser Frühstücksangebote nicht lesen kann. So, wie das rausgeht, ist es nahezu ungenießbar. Das hätte ich dem Platzhirschen unter den FastFood-Ketten nicht zugetraut! Ich bleibe beim McMuffin Bacon & Egg, wie mein Lieblingsfrühstücksburger jetzt heißt…

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Ich habe schon kleine Kinder belächelt, die Angst vor dem Frisör haben. Haare abschneiden tut halt nicht weh. Dachte ich immer.

Auf Empfehlung, habe ich heute einen Frisör in einem anderen Stadtteil aufgesucht, weil ich immer noch auf der Suche nach einem Frisör bin, der einen astreinen GI schneiden kann. Eine kleine türkischstämmige Hairstylistin sollte dies beherrschen.

Als ich den Laden betrat, war ich zunächst alleine (das hätte mich stutzig machen können). Nach wenigen Sekunden kam eine ältere Dame mit leicht birnenförmiger Statur und viel zu großem Brillengestell aus einem Hinterzimmer in Richtung Empfang. Ich schätze die Dame so auf ca. 120 Jahre.

Wortlos nahm sie mir die Jacke ab und hängte sie auf einen Bügel, der an einem Draht von der Decke hing. Das war also die Garderobe. Schick, schick. Ne, ehrlich: Das sah wirklich gut aus – fast ein Kunstwerk. Überhaupt war der Laden sehr stylisch. Ein weißer Tannenbaum, stilvolle Schaufensterdekoration, edle Einrichtung. Also von daher: nix zu meckern. Aber die 120 Jahre alte Frau machte mich stutzig.

Nachdem ich mit Umhang (Aufschrift: „Geile Frisur – Wow!“) und Halskrepp versehen war, fragte sie: „Wie darf ich schneiden?“ – es war ein leicht polnischer Akzent herauszuhören. „Ich hätte gerne einen GI-Schnitt. Seiten bitte 6 Millimeter.“ – „Oben länger?“ – „Jo, nicht zu kurz – und je eckiger, desto besser! Ich hab da zwei gemeine Wirbel, aber das sehen sie ja gleich.“.

Die Dame nahm einen Haartrimmer in die Hand und schnitt die Seiten mit einer Geschwindigkeit, bei der ich mich fragte, wann die Dame wohl nachts losgeht, damit sie morgens im Laden ist. Verzweifelt warf ich durch den Spiegel meine Blicke durch den Raum und suchte irgendeinen Meisterbrief an der Wand. Ich meine: Jeder pisselige Friseurladen hat an der Wand einen Meisterbrief hängen!! Hier fand ich nichtmal die Bescheinigung von Wella, dass man 1968 einen Dauerwellen-Contest gewonnen hat – und nun schnippelte diese Frau, die zwei Weltkriege erlebt haben muß, an meinen Haaren herum und biss sich mit den Zähnen zwischendurch angestrengt auf die Unterlippe.

Himmel Herrgott! Ich bin kurz davor, meinen Atheismus abzulegen und ein Stoßgebet gen Himmel zu schicken!

Als sie mit den Seiten fertig war, fragte sie: „Und oben? Soll ich machen erstmal 20 Millimeter mit Maschine?“. Obwohl sich mein Magen bereits verkrampfte und sich ein leichter Schweißfilm in meinen Handinnenflächen bildete, schaute ich so ruhig und gelassen, wie ich konnte. „Nun, die kürzeste Stelle bei so einem GI ist ja nun hier oben“ – wobei ich mit meinem rechten Zeigefinge kurz auf meinen Hinterkopf zeigte. „Ich glaube nicht, dass das mit zwei Zentimetern hinhaut.“.

Wahrscheinlich hat sie 10 Kinder großgezogen – und jetzt sitz ich fetter Schnösel da und sag der Bäuerin, wie sie mir die Haare zu schneiden hat. Zumindest teilten mir ihre Augen etwas in der Richtung mit. Beharrlich fragte sie: „Machen wir 20 Millimeter mit Maschine?“. Gut. Ich resigniere: „Wenn Sie meinen. Machen Sie mal, wie Sie meinen.“ Jetzt kam sie ins Grübeln und griff zur Schere. NEEEIIIINNNN!!!!! Nicht freihändig!! *Schnipp* Die ersten Haare fielen. „Machen wir mit Schere und können korrigieren mit Maschine.“. Jetzt hatte ich Angst! Hoffentlich bleibt sie bei 20 Millimeter – dann kann ein anderer Frisör noch was rausholen.

Plötzlich öffnet sich die Eingangstür und eine kleine türkischstämmige Angestellte kommt herein. Da war ich mir sicher: Gorbatschows Worte funktionieren auch im umgekehrten Sinne: „Wer zu früh kommt, den bestrafen die Frauen bestraft das Leben“. Wunderbar! Arschkarte!

Während die alte Dame ihre sagenhaft geschwungenen, knochigen Finger durch mein Haar pferchte, fragte ich mich, ob es überhaupt möglich ist, an diesen Fingern etwas gerade abzuschneiden. Andererseits lag die Schere ja an zwei Punkten auf den Fingern auf – wird schon gehen. Ging aber leider nicht wirklich.

Nach 20 Minuten – ohne Einsatz eines Föns oder Wasser aus der Sprühflasche – holte sie tatsächlich den Spiegel von der Wand. Ich sah aus, wie Kraut und Rüben! „Da ist Wirbel – deswegen Haare platt.“. Watt is los? Ich mach gleich auch mal Wirbel, dann ist aber die Frisöse platt! Nein, nein – nicht sagen, was Du denkst. Bleib diplomatisch!

„Können wir vielleicht mal etwas Gel reinmachen, um zu sehen, ob das gerade ist? Ich habe nämlich nicht den Eindruck!“. Dann kam er wieder – der „Ich-Hab-Schon-Zehn-Kinder-Großgezogen-Blick“ – aber es gab Gel – und zwar reichlich. Sie badete ihre Hände darin, als sei es Palmolive im Colgate Palmolive Hausfrauenstudio der 80er Jahre Werbespots. Immerhin habe ich mich geruchlich gleich auf das Hinterzimmerniveau des Eierbergs eingependelt. Großartig! Wo ist der Goldketten-Stand?

Das Gel kam rein und – oh Wunder! Der Fön wurde eingesteckt. Zu meinem Leidwesen aber nur, um die restlichen Haare wegzupusten – nicht etwa, um meine Haare aufzustellen. Hätte aber auch wenig gebracht, denn es war ganz offensichtlich, dass wir von einem einwandfreien GI soweit weg waren, wie Pinguine vom Nordpol! Wieder kam der Griff zum Spiegel. Nein, nein – alte Dame. Zehn Kinder – ok, Respekt, aber die Kritik hörst Du Dir jetzt an. „Darf ich mal Ihren Kamm haben, bitte?“. Jetzt wußte sie, dass der Blick nicht hilft und gab mir ihren Kamm. Den steckte ich längs in meine Haare und balancierte ihn einigermaßen aus. „Sehen Sie? Hier müssten Sie im Idealfalle eine Wasserwaage anlegen können. Sie haben zwar offensichtlich fast alles gleich lang geschnitten, aber keinen GI! Das ist rund – nicht eckig!“.

Zu meinem Leidwesen versuchte sie eine Korrektur. Und zwar in brettharten gegelten Haaren! Das ging gar nicht – zumal vorne bereits die Haarlänge fehlte, um es überhaupt zu korrigieren. Ich ließ sie machen – zu retten war das eh nicht mehr.

Ab heute kriegen weinende Kinder auf Frisörstühlen von mir kein gemeines Grinsen, sondern einen mitleidigen Blick aus tiefstem Herzen von mir zurück. Versprochen, Kinder!

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Eigentlich mag ich ja keine Überraschungen, aber die von gerade eben kam bei mir an…

Ich habe wohl sowas, wie eine angehende neue feste Freundin. Ist zwar noch nicht fest statutiert worden, aber irgendwie ist das wohl so – spätestens, seit in der Öffentlichkeit geknutscht wurde. Man muß sich ja auch nicht immer definieren.

Egal – die junge Dame hatte mir das Versprechen abgerungen, sie diesen Sonntag Abend allein in meine Wohnung zu lassen. Und was ich gerade (nach der Rückkehr von meinem Nebenjob) an meiner Flurwand fand, sah so aus:

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Das Teil ist riesig! Ich bin zwar der Meinung, dass man sich für mich nicht so in Kosten stürzen muß, aber ganz ehrlich: Ich freu mich kaputt über das Teil! Endlich mal ein Montag, der ordentlich anfängt… jetzt geht’s aber erstmal ins Bett.

Ich wünsche rundherum einen angenehmen Start in die Woche – und in die Weihnachts-/Adventzeit!

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