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Archive for Mai 2009

…dumm & dümmer. In einer Person. Ich meine mich selbst.

Gestern war nicht so unbedingt mein Tag – und schon gar nicht mein Abend oder meine Nacht. Erst bekam ich mittags schon Zahnschmerzen an einem Weißheitszahn, aber dem geht es Dienstag eh an den Kragen. Also: durchhalten, Ibuprofen einwerfen, weitermachen. Da aber alles an fester Nahrung den Schmerz weiter anfachte, kaufte ich präventiv schonmal Cremesuppen ein. Gegen Nachmittag war der Hunger dann auch größer, als die zu befürchtenden Schmerzen, so dass ich mir ein Süppchen machte. Man glaubt es kaum, aber es tat sogar weh, die Suppe zu essen. Egal.

Etwas später am Tag, machten sich Grippesymptome breit: gereizte Haut, Müdigkeit, latente Aggression. Super! Aspirin+C hinterher. Half auch ein bißchen. Ich werd den Tag wohl schon noch rumkriegen…

Um 20 Uhr schlafen gehen, ist bekanntlich albern. Also zumindest ich persönlich bin dann irgendwann um zwei, drei Uhr nachts fit, wie ein Turnschuh. Deshalb mußte die Glotze herhalten: Die purpurnen Flüsse II. Meine bessere Hälfte konnte sich das Elend wohl nicht mehr ansehen (also mich – nicht den Film), war auch selbst nicht so gut drauf und räumte gegen 21 Uhr das Feld.

Da meldete sich – hatte ich das schon erwähnt? – mein Durchfall wieder, der sich auch schon den Tag über mehrfach meldete. Ach, was soll’s? Ne Hefetablette wird helfen -> Einwurf. Natürlich habe ich soviel vom Film verpasst, dass es sich auch nicht mehr lohnte, weiter zu schauen. Irgendwo fing „Underworld“ an. Hatte ich zwar schonmal gesehen, aber hey – kann man auch zweimal schauen.

Um 23:30 Uhr habe ich dann aber resigniert und mir war klar: Ich gehöre ins Bett. Da sich der Weißheitszahn auch wieder meldete, wollte ich noch eben eine Ibuprofen für die Nacht einwerfen. Schlaftrunken friemelte ich mir eine Tablette aus der Packung und in dem Moment, als ich sie einwarf kam mir der Gedanke: War das gerade ein Betablocker? Ich schaute auf den Betablockerstreifen und Tatsache: Betablocker. Mist.

Nun soll man Herztabletten ja nicht unbedingt einfach mal so in doppelter Dosis zu sich nehmen. Um nicht zu sagen: Kein Mensch braucht ne Herzfrequenz von 40 Schlägen in der Minute oder so. Ich bin zumindest der festen Überzeugung. Also machte sich Panik breit. Wer meinen Blog aufmerksam liest, kann eine ganz leichte hypochondrische Ader zwischen den Zeilen herauslesen. Oder anders: Ich dachte ja schon, ich müßte durch die Schweinegrippe sterben. Oder durch eine Zyste im Unterkiefer oder oder oder.

Wie auch immer. Am liebsten hätte ich die Tablette wieder aus dem Magen. Hmmm…kotzen! Gut – gerne. Ich hatte in meiner Kindheit starke Migräne und die gipfelte immer in einer kleinen Kotzorgie. Das macht mir gar nichts. Aber ich habe mir noch nie Gedanken gemacht, wie ich mich selbst zum Kotzen bringen sollte. rotten.com wird mir nicht reichen.

Gut, dass es das Internet gibt. Nicht so gut – aber für meine Situation hilfreich – dass es soviele kotzwillige Menschen auf der Welt gibt, die damit abnehmen wollen. Es kristallisierte sich heraus: Entweder Finger in den Hals stecken (verschärfte Variante: Zahnbürste in den Hals stecken und das Zäpfchen reizen) oder ein Glas Salzwasser trinken. Also das mit dem Finger im Hals ist nicht mein Ding. Ging gar nicht. Also habe ich zum Salzwasser gegriffen.

Zwei ordentliche Schlucke gesättigte Salzlösung und mein Magen reagierte auch sofort: Er entspannte sichtlich, blähte sich etwas auf und mir wurde etwas übel. Tja, das war’s dann aber auch. Noch ein Schluck.Keine Änderung. Nochmal ins Web geschaut: „Vorsicht vor zuviel Salzwasser! Das kann tödlich enden.Nur unter ärztlicher Aufsicht!“. Ahja. Gut, hätte ich vielleicht Fachseiten und keine Bulimieforen aufsuchen sollen. Also noch mehr Salzwasser wollte ich jetzt nicht. Es folgt der Griff zur Zahnbürste.

Wie unfähig ich doch bin, mir selbst zu schaden (wenn man von Alkohol, Zigaretten, Null-Sport etc. mal absieht). Unfassbar. Ich prockelte mit dieser Zahnbürste in meinem Hals herum und würgte auch ordentlich vor dem Villeroy&Boch-Schriftzug herum, aber kotzen? Fehlanzeige.

Inzwischen war es auch nach Mitternacht und ich dachte mir: Gut, das Teil ist jetzt eh tiefer gerutscht, als der Magen hängt. Als guter Hypochonder hat man natürlich ein Blutdruckmessgerät zu Hause. 147 zu 111 bei 74 Puls. Ja hallo? Da kann ich mir ja noch nen Betablocker reinwerfen! Also ging ich ins Bett. Nicht mehr mit der ganz sicheren Überzeugung, nachts zu sterben, aber mit dem latenten Gefühl dafür. Selbstverständlich habe ich die Ibuprofen noch obendrauf genommen.

Und was soll ich sagen? Ibuprofen, Aspirin, Perenterol, MetoHexal Succ 95mg (mal zwei), eine gereizte Magenschleimhaut und man wacht morgens auf, wie ein junger Gott. 😉

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= Respekt! =

Ich berichtete ja schonmal über einen Künstler, der das Live-Looping beherrscht (finde den Eintrag gerade aber selbst nicht wieder *g*). Jetzt habe ich noch zwei Videos bei YouTube gefunden, die das bei Weitem toppen und in sich noch einen draufsetzen:

Und die Krone- mit Saxophonisten:

Es lohnt der Klick auf den HQ-Button – schon wegen des Sounds!

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Und da ist man im Ausland schon unter Deutschen, da trifft man auch noch die menschliche Statue, die sonst in Dortmund und Düsseldorf steht:

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= M-Day =

Jetzt kenne ich meine Mutter und meine Schwester schon seit 36 Jahren, aber man lernt nie aus. Die Geschichte fing ganz harmlos an mit der Frage meiner besseren Hälfte: „Sag mal, Schatz – wie sieht eigentlich Deine Tagesplanung an Muttertag aus?“. Hmmm… Muttertag. Klar, das ist dieses Jahr am 10. Mai. Hab ich bei Hussel gesehen. Muttertag, Muttertag… wie war denn das noch die letzten Jahre?

„Hmmm….“

Zeit gewonnen. Nachdenken! Wie bei Homer Simpson, gab ich meinem Hirn das Thema vor und es spielten sich einige vergangene Kaffeekränzchen ab. Ein paar Szenen aus Restaurants, ein Weihnachtsbaum. Ach ne – das muß Weihnachten gewesen sein. Hefezöpfe gab’s beim Osterbrunch. Ausschlussprinzip: Kaffekränzchen oder Restaurantbesuch.

„Ich weiß nicht, Schatz. Vielleicht Kaffee trinken bei meiner Mum oder so. Oder essen irgendwo mit meiner Oma. Da muß ich mal meine Schwester anrufen und fragen. Und bei Dir?“

„Habe auch noch mit keinem gesprochen. Ich denke mal, Kaffee trinken.“

Damit war das Thema auch erstmal durch. Bis Dienstag – da wußten wir immer noch nicht, was an Muttertag bei uns passiert. Also schnappte ich mir – ein Mann, eine Tat – mein Handy und textete meine Schwester an. Wenn jemand bei uns in der Familie weiß, was wann wo stattfindet – dann sie! Meine Schwester hat mir mein Leben lang terminlich den Allerwertesten gerettet, indem sie rechtzeitig vor „Events“ fragte, was wir mitbringen oder schenken etc. Gut, in hellen Momenten habe ich den Spieß auch schonmal umgedreht, aber in der Statistik wollen wir die Promillewerte mal vernachlässigen.

Am nächsten Morgen kam dann der Rückruf. Erstaunlicherweise herrschte auf der anderen Seite auch eine gewisse Ahnungslosigkeit. Man habe einen Brunchtermin mit Freunden ausgemacht und ansonsten noch nichts „von Muttern“ gehört. Kein Problem – ich werde das klären. Zwischenanruf bei Muttern: Auch dort eher Ahnungslosigkeit. „Achja, es ist ja Muttertag.“ und etwas ironisch: „Der Tag, an dem die Mütter zum Essen einladen. Haben wir ja noch nie so hoch gehängt. Deine Schwester hat sich auch noch nicht gemeldet, was ja heißen könnte, dass sie nicht zwingend Lust darauf hat. Och ja – Muttertag. Wäre doch schön, wenn wir da was machen? An was dachtest Du denn?“

„Hmmm…“. Die Simpson-Blase öffnet sich wieder. Kaffeekränzchen, Restaurantbesuche, Tannenbäume, Osterkränze… „Kaffee trinken? Ich würde auch einen Kuchen backen.“

Das wurde so erstmal akzeptiert. Rückruf bei der Schwester: „Mutter würde wohl gerne was machen. Habe Kuchen essen vorgeschlagen, würde auch einen Kuchen backen.“ Noch während ich mit meiner Schwester telefonierte, rief meine Mutter auf der anderen Leitung an. Sie möchte sehr gerne, dass am Muttertag „was gemacht“ wird. Sonst würde sie ja immer einladen – oder meine Oma. Eigentlich könnte es doch mal anders laufen.

Ich lud schlußendlich zum Spargel essen bei mir ein. Somit könne meine Mum gänzlich entspannen und muß auch nichts für Gäste vorbereiten.

Das ganze eskalierte dann in Mails aus dem ich nur zwei Sätze meiner Mutter zitiere: „Jetzt will ich meinen Muttertag!“ und „An der Planung wird nichts mehr geändert!“. Hui! Ein Machtwort.

Ende vom Lied:

spargel

92 Stangen Spargel. Alle sind angetreten. War ein schöner Muttertag – ich denke, auch „für Muttern“. 🙂

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