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Archive for September 2009

Da stehe ich gerade beim Bäcker meines Vertrauens vor der Auslage und entdecke ein Bio-6-Kornbrot im Angebot (2,79 Euro statt 3,29 Euro regulär). Und da ich derzeit sowieso eher Körnerbrot, als helles Brot verspeise, traf sich das ganz gut. Also lautete meine Bestellung: „Ein halbes Bio-6-Kornbrot bitte – geschnitten.“. Soviel Brot geht bei mir nämlich auch nicht weg.

Ich legte während des Schneidevorgangs schonmal 1,50 Euro auf den Tresen. Als mir das Brot dann rübergereicht wurde, hieß es: „Aeh – das macht aber 1,64 Euro. Im Angebot ist nur das ganze Brot!“. Bezahlt habe ich es – komisch finde ich’s trotzdem. Entweder ist das Brot im Angebot oder eben nicht. Doof! Abzug in der B-Note für meinen Bäcker.

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wo Mutti sonst nur saugen kann. Das hat Loriot so schön formuliert – und damit die Vertreterbesuche karrikiert.

Ich bin jetzt 36 Jahre alt und außer den Zeugen Jehovas, der Johaniter Unfallhilfe und der Müllabfuhr, kann ich mich an keine außergewöhnlichen Besuche an der Haustür entsinnen. Noch nie wollte mir jemand eine Enzyklopedie andrehen oder einen Staubsauger oder so etwas. Aber das sollte sich ändern.

Es fing alles damit an, dass ich in der Altstadt angesprochen wurde, ob ich nicht ein Probeabonnement der WAZ beziehen möchte. Eigentlich wollte ich nur die Tagesausgabe für lau haben, aber was soll’s? Ab und zu kann man das Probeabo ja mal mitnehmen – habe ich auch schon zweimal gemacht. Gegen Ende der Probezeit kam dann auch der erwartete Anruf, ob ich die WAZ abonnieren möchte. Dies verneinte ich zunächst. Man lockte mich aber mit der Aussage: „Sie bekommen eine Gutschrift über 200 Euro und 60 Euro auf ein Konto überwiesen!“ Nun – das klingt spannend. Ich wußte ja, dass der Kampf um die Abonnenten schon lustige Blüten getrieben hatte. Meine Mutter bekam beispielsweise bei ihrem letzten Wechsel 125 Euro Bargeld. Aber 260 Euro? Wo wollen die denn noch verdienen?? Unter diesen Voraussetzungen stimmte ich einem Besuch dann mal zu.

Vorbei kam ein hagerer Vertreter, der direkt loslegte mit „So, Sie möchten also ein WAZ-Abo“. Er zückte einen Block und wollte damit beginnen, die Felder auszufüllen. „Moment, soweit sind wir noch nicht!“, wandte ich ein. „Wir sollten erst noch einmal über die Rahmenbedingungen sprechen.“. Daraufhin betete er seinen Text herunter. Es gäbe dreimal im Jahr ein Gutscheinheft, eine Prämie von 60 Euro und den ersten Monat eine Gratislieferung. Auf die 200 Euro angesprochen, stutzte er. „Nein, das können wir nicht. Der Kollege meinte sicher die Gutscheinhefte.“. Aha! Haken gefunden und dankend abgelehnt. Das hätten wir am Telefon schon klären können, dachte ich mir.

Sei es, wie es sei. Vergangene Woche rief mich wieder eine Dame an, die sagte, dass der Herr Vertreter nochmal vorbeikommen würde – er könne mir ein ganz neues Angebot machen. Nungut. Meine Anforderungen kennt er ja – möge er vorbeikommen. Das war heute um 14 Uhr. Und was da auf mich zukam, war echt eine Lachnummer.

Der Vertreter kam mit einem weiteren Vertreter, einem Aktenkoffer, einer riesigen Kartonage, einer Reisetasche und noch irgendeiner Verpackung.

Ich grinste die beiden an und sagte: „Hmm… das sieht irgendwie nach Verkaufsveranstaltung aus!“. Und tatsächlich! Zuerst bekam ich ein Geschenk (zwei Messer, Made in China) und dann wurde „das erste Reinigungssystem mit Wasser“ der Firma Rainbow Deutschland ausgepackt. Ich dachte, ich breche tot zusammen. Es war schnell klar, dass der Vertreter nicht sonderlich geübt war im Anpreisen seiner Errungenschaft. Der Schweiß tropfte in unregelmäßigen Abständen auf meinen Granbitboden, sein Hemd bekam erst vereinzelte dunkle Flecken und war am Ende der Veranstaltung schlicht und einfach nass.

Ich entschied mich dazu, die beiden nicht gleich zu vernichten und ließ sie mal machen. Angepriesen wurde mir das Teil als

  • Luftreiniger
  • Staubsauger
  • Duftstoffverteiler
  • Inhalationsgerät (!)
  • Felgenreiniger
  • Gartenmöbelsaubermachgerät

Man versuchte mir, meinen normalen Staubsauger madig zu reden, aber er scheiterte immer wieder an Kleinigkeiten:

„Wie machen Sie hier sauber?“

„Ich sauge und wische“

„Ihr Sauger lässt total viel feinen Staub wieder raus, der sich dann in 8 Stunden wieder auf den Boden legt – da können Sie von vorne anfangen!“

„Deshalb wische ich auch hier!“

„Achja. Sie haben gar keinen Teppich. Haben Sie gar keine Teppiche im Haus?“

„Nein!“

Oder auch:

„Damit können Sie auch Ihre Felgen vom Auto saubermachen!“. „Ich habe kein Auto.“ – „Achso. Aber mal im Garten… die Gartenmöbel saubermachen mit dem Gerät.“ – „Ich habe weder Garten, noch Gartenmöbel.“ – „Achso. Ja, aber schauen Sie mal, sie können hier verschiedene Duftstoffe einfüllen und die Raumluft binnen Sekunden parfümieren!“ – „Davon bekomme ich immer Kopfschmerzen.“. Und so weiter und so fort.

Er hatte keine Chance und sah das dann auch irgendwann ein. Schon die Fragestellung „Dann ist das Gerät wohl eher nicht interessant für Sie?“ zeugt ja schon von wenig Überzeugung. Aber eines interessierte mich dann doch noch! Der Preis!

Ich habe während der gesamten Veranstaltung darüber nachgedacht, was das Teil wohl kosten mag. Auf mich machte das Teil keinen besonders teuren Eindruck und ich hätte es für 120,00 Euro schon als überteuert angesehen. Was dann aber kam, ließ mich kurz lachen: „Normalerweise kostet das Gerät 2.225 Euro (sic!!), aber wenn es direkt beim Kunden bleibt, geben wir einen Nachlass von 230 Euro. Also dann 1.995 Euro.“

Pow! Das hat gesessen und man sah es mir wohl auch an. „Die meisten zahlen ja nicht auf einmal – das kann man auch in Raten von 36,00 Euro monatlich machen“. Ahja… da zahlt man dann also über 4,5 Jahre „das erste Reinigungssystem mit Wasser“ ab. Das halte ich nicht für sehr erstrebenswert!

Ich bin jetzt aber noch etwas unschlüssig, wie ich damit umgehe. Immerhin hat Vertreter Nr. 1 meine Daten frisch, fromm, fröhlich frei mal eben an die Firma Rainbow Deutschland geschleust. Ich ging immerhin davon aus, dass mir die WAZ heute ein neues Aboangebot unterbreiten wollte. Das ist schon ganz schön dreist! Unlauter dürfte es obendrein sein. Andererseits habe ich zwei Messer als Schadensersatz erhalten. Und Vertreter Nr. 2 wäre vor meinen Augen dehydriert, wenn ich ihm nicht ein Glas Wasser gereicht hätte. Der hatte ganz schön zu knabbern.

Mal schauen, ob ich da noch etwas eskaliere. Zumindest dürfte es nicht im Sinne der WAZ sein, dass das so gehandhabt wird…

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Herrje… der Soulkeeper hat’s auf die Titelseite der Lokalausgabe geschafft. Als Fresssack! 😉

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Hintergrund1: Es war ein Event aus dem Rahmen „Ab in die Mitte“. Konzept: Mitbringparty für alle Altstadtanwohner.

Hintergrund2: Ich war als Personal eingeplant. Als kaum jemand erschien, habe ich die Schürze ausgezogen und war Gast. Und selbstverständlich folgte ich der Aufforderung des Fotografen, das Bild zu füllen. Wenn das jemand kann, dann jemand mit meinem Format. Wobei ich das Bild fast vorteilhaft finde. 😉

Hintergrund3: Das Hemd, das ich trage, habe ich im Laden des Herren neben mir gekauft (Borgerding). So klein ist Castrop.

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Schön! Da fragte mich gestern eine liebe Freundin: „Sag mal, kennst Du eigentlich Deine Lakaien?“. Hehe… Deine Lakaien höre ich etwa, seit rund 20 Jahren. Es gibt Musik aus meiner Jugend, die auch heute noch jüngere Generationen anspricht. Schön! Damals hat man mich immer schräg angeschaut ob meines Musikgeschmackes. Meine erste Maxi-LP war beispielsweise von Depeche Mode (Master & Servant), meine allererste LP war von Kraftwerk „Die Mensch-Maschine“.

Da hatte ich schon in jungen Jahren offenbar einen guten Geschmack.

Zumindest kann ich die Fragestellerin dann die Tage mal umfangreich mit Material ausstatten. Deine Lakaien schaffen ja auch schon seit über 25 Jahren…

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= Egmond aan Zee =

So, zurück aus Egmond aan Zee… ein paar Eindrücke:

Das könnte man dann Meerblick nennen (wer genau hinsieht, erkennt das Meer). Schnappschuss aus unserem Hotelzimmer.

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Interessant für Models und Fotografen: Beim Frisör gibt’s Modeldrogen dazu:

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Einfache Formel für Touris – nicht „wenn weg, dann weg“, sondern:

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Und da denkt man sich, man sei far-far-away from Castrop-City – und wer sitzt da am Nebentisch? Castroper Bekannte:

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Wovon wir uns überwiegend ernährt haben, ist eigentlich klar. Hab’s trotzdem mal festgehalten:

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Kennt ihr noch diese Tiere aus Findet Nemo, die immer „Meins!“ sagen? Möwen genannt? Hier ist so ein „Meins“-Exemplar:

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Bei uns weiß man: „Draußen gibt’s nur Kännchen.“. In Holland lässt man sich zur Begründung richtig was einfallen (s. letzte Zeile):

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Sooo… hätte vielleicht noch das ein oder andere, aber das sei’s erstmal gewesen. Schö‘ wars!

Heute gibt’s dann erstmal Weißweinschorle (dort unbekannt) und Ouzo (dort unbekannt), nachdem ich mir gerade schon ein Roastbeef gebraten habe (dort unbezahlbar). Aber dieses Land, in dem man Radler „Schneewittchen“ nennt, ist einfach knuddelig! Gerne wieder…

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Da latsche ich so durch Kaufland und *schwupps* wurde ein Getränkeregal leer geräumt und stattdessen Weihnachtsgebäck präsentiert. Man hat ja den Eindruck, das wird jedes Jahr früher. Stimmt aber gar nicht. 2007 wurde zur gleichen Zeit umgeräumt. Viel früher geht’s aber auch kaum.

Da lag die ganze Pracht: Lebkuchenherzen, Lebkuchenrollen, Christstollen, Printen, Spekulatius etc. Ich find’s wiederlich! Weihnachten im September! Winken in der Großstadt. Sowas macht man doch nicht…

Auszug aus meinem Einkaufsbon: Marzipankartoffeln 0,59€

Ich bin halt auch nur ein Nougatschnütchen… 😉

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= Kleinanzeige =

Rubrik: TV/Video – Suche

Suche gebrauchten, funktionstüchtigen Fernseher, ca. 70cm-Diagonale aus Raum Castrop-Rauxel.Selbstabholer.Preis: ca. 50,00 Euro

Meiner hat nämlich den Geist aufgegeben. 😦

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