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Archive for Februar 2010

Wie berichtet, nehme ich nächste Woche eine Probearbeit auf. Pflichtgemäß habe ich mich bei meiner Sachbearbeiterin der Vestischen Arbeit gemeldet, um diesen freudigen Vorgang anzukündigen.

Es gäbe ein paar Unterlagen, die vom Arbeitgeber auszufüllen seien – ich möge bitte am nächsten Tag um 13:30h in Büro meiner Sachbearbeiterin erscheinen. Gut, kein Problem – das wäre gestern gewesen. Da fiel mir aber ein, dass es beim letzten Termin Probleme bei der Fahrtkostenerstattung gab – diese seien nur erstattungsfähig, wenn vorab angezeigt wird, dass diese anfallen. Es war mir damals zu blöd, den Wahrheitsgehalt dieser Aussage zu kontrollieren und habe es dabei bewenden lassen. Da ich diesmal allerdings quasi am letzten Tag vor Auszahlung neuer Bezüge einbestellt wurde, war ich in der Tat darauf angewiesen, dass mir die Fahrtkosten erstattet werden. Also rief ich an und teilte mit, dass Fahrtkosten entstünden. Ich solle Belege dazu beibringen. Aber wo ich schonmal dran sei: Der Termin ist doch eher ungünstig – ich möge einen Tag später um 10 Uhr vorbeikommen. Das war heute.

Pünktlich um 10 Uhr überreichte mir meine Sachbearbeiterin zwei DIN-A-4-Zettel, die vom Arbeitgeber auszufüllen sind. Punkt.

Im Gegenzug überreichte ich meine Busfahrkarte über 2,30 Euro.

Daraufhin erhielt ich einen Antragsbogen für die Fahrtkostenrückerstattung. Dass die Rückfahrt den selben Betrag kosten würde, wurde mir geglaubt und auf die Beibringung der Rückfahrkarte hat man verzichtet („Das kostet ja nur wieder Geld, wenn Sie die schicken müssen“).

Ja, Entschuldigung – das hätte sich die Frau Sachbearbeiterin auch mal vorher durch den Kopf gehen lassen können. Meine Rechnung sieht nämlich so aus:

1 * Porto 0,55 Euro zu 2 * 2,30 Euro Fahrtkosten = 4,05 Euro Steuergelder versemmelt

Wohlgemerkt: Ich hatte keine Unterschrift zu leisten – meine Anwesenheit war nicht erforderlich. Ich habe lediglich zwei Bögen entgegengenommen, die ich dem Arbeitgeber überreichen muß!! Für mich unglaublich!

Ich wurde übrigens bei der Rückfahrt vom Vater eines Kollegen aufgesammelt und habe meine Sachbearbeiterin angerufen, dass keine Kosten für die Rückfahrt entstanden sind. So einen Anruf schien sie auch noch nicht gehabt zu haben…

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In meinem Nebenjob werde ich dafür bezahlt, Leute abzufüllen. Sprich: Ich jobbe hinter dem Tresen. Bei meiner letzten Schicht war ich dabei bei einem Gast auch wieder besonders erfolgreich. Gleichwohl fiel dem Gast nach dem Bezahlen noch ein, zu fragen: „Isch Morgähn eijendlich Maaarcht?“. Übersetzt: „Werden morgen Marktstände aufgebaut? Da steht nämlich noch mein Auto!“.

Tja, die Frage war zu bejahen. Da wir unseren Gäste aber nach Möglichkeit einen Quell des Services bieten wollen und ich nur noch bei den Aufräumarbeiten und ohne weitere Gäste war, bot ich mich an, den Wagen noch umzusetzen. Im Gegensatz zu meinem Gast war ich nämlich noch stocknüchtern. Ich war quasi das Gegenteil von ihm. Und ich muß sagen: Ich hab’s nicht bereut.

Mal abgesehen davon, dass man in dem Zustand, in dem sich der Gast befand, keine zwei Meter mehr fahren sollte, brachte es mir ein besonderes Fahrvergnügen. Ein exzellenter nagelneuer Alfa Romeo Spider in schwarz mit allem Schnick-Schnack. Geile Karre! Bin ich zwar nur 80 Meter gefahren, hat aber trotzdem Spaß gemacht. Manchmal mag ich meinen Job. 🙂

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Gesehen und sofort verliebt:

Gefunden bei Flotze und der wiederum bei Nerdcore

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Als Kommunalpolitiker stehe ich ja für viele Menschen auf der „bösen Seite der Macht“ – manche freut’s aber auch, weil sie mich kennen und damit einen kurzen Draht in die Politik haben. Zwar bin ich nur kleiner Parteisoldat und mache hier und da etwas (einen Ratssitz habe ich bei der letzten Wahl um 0,2% verpasst), aber wenn ich was tun kann, bemühe ich mich auch.

So wurde ich vor knapp drei Wochen darauf hingewiesen, dass es im Stadtbereich eine nicht unerhebliche Fläche gibt, auf der nicht ein einziger Mülleimer zu finden sei (für die Ortskundigen: Untere Rennwiese bis zur Thomasstraße). Mitten darin eine vermüllte Bushaltestelle – ebenfalls ohne Abfalltonne. Wenn Hundebesitzer ihrer Pflicht nachkommen, die Exkremente ihres Vierbeiners aufzusammeln, schleppen sie diese mitunter kilometerweit durch die Gegend. Das muß und sollte eigentlich nicht sein. Wie man an der vermüllten Haltestelle sieht, besteht ja auch durchaus ein Bedarf an einem Abfalleimer.

Also habe ich vor zweieinhalb Wochen den dafür zuständigen Stadtbetrieb EUV angerufen und mit den zuständigen Kollegen gesprochen. Quasi der kurze Dienstweg, weil ich eigentlich davon ausgehe, dass man für eine Mülltonne keinen Antrag in den Ausschüssen oder im Rat stellen muß. Das wäre ja auch für den EUV etwas peinlich. Ergebnis: „Wir kümmern uns darum!“.

Montag war diese Aussage zwei Wochen alt und nichts hatte sich getan. Ein erneuter Anruf sollte Bewegung in die Sache bringen: „Morgen schicken wir einen Kollegen raus, der mal schaut, ob wir dort einfach was anbringen können oder ob ein Pfahl zur Befestigung gesetzt werden muß. Wir rufen Sie danach morgen zurück.“

Tja, heute ist Donnerstag – und so langsam werde ich zum Frettchen in dieser Angelegenheit, denn angerufen hat mich niemand. Heute habe ich den Hörer dann noch einmal in die Hand genommen und dem EUV abgerungen, dass dort definitiv ein Mülleimer installiert wird. Zur zeitlichen Frage wollte man sich nicht genau festlegen: „vermutlich im Laufe der nächsten Woche“. Wenn da nächste Woche Freitag immer noch kein Mülleimer angebracht ist, frage ich mich, ob man dort überhaupt an einem kurzen Dienstweg interessiert ist. Also wenn es schon so problematisch ist, mal eine Mülltonne ohne großes Aufsehen installieren zu lassen, wundern mich manche Anträge in den Ausschüssen nicht mehr, die sich ebenfalls mit so Minimaterien beschäftigen.

Das war keine Glanzleistung unseres Stadtbetriebes EUV – den ich aber ansonsten sehr für seine gute Arbeit schätze. Ich bleib dran! Und ich lass nicht locker, bevor dort eine Mülltonne steht! Basta! 🙂

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Obwohl… so oft eigentlich auch nicht – zumindest nicht in diesem Bereich. Nächste Woche arbeite ich zur Probe für einen neuen Job als Personaldisponent. Nicht der schlechteste Zeitpunkt, mal wieder die Kurve zu kratzen und ins „normale Leben“ zurückzukehren, nachdem ich in den letzten Jahren eher unüblich gearbeitet und gelebt habe.

Ich bin sehr gespannt, ob mir der Job liegt und allseits die Erwartungen erfüllt werden. Auf jeden Fall freu ich mich sehr darauf!!

Als arbeitsloser Ex-Programmierer und Ex-Selbstständiger hat mans auf dem Arbeitsmarkt nämlich nicht so leicht, wie ich mal dachte. Da kommt das Angebot wie gerufen!

I freu mi! Auffi! 🙂

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Uff! Das hat mich jetzt doch irgendwie kalt gepackt. Der Anwalt Günter Freiherr von Gravenreuth hat sich erschossen. Der Mann, der seinen eigenen Wikipediaeintrag hat und durch etliche Abmahnaktionen zweifelhaften Ruhm erlangte, hat sich nun selbst aus dem Leben genommen, bevor er eine 14-monatige Haftstrafe antreten mußte.

Nicht umsonst mahnt selbst die Heise-Redaktion im zugehörigen Diskussionszweig „den Anstand zu wahren„. Von Gravenreuth kenne ich bereits seit den sogenannten „Tanja-Briefen“. Damals in den 80ern verschickte er im Namen einer fiktiven fünfzehnjährigen „Tanja“ Briefe an Inserenten in Computerzeitschriften mit der Bitte, man möge Software mit ihr tauschen. Wer darauf einging, erhielt postwendend eine Abmahnung von Gravenreuth. Mit dieser dreisten Nummer verschaffte sich der Anwalt einen legendären Negativ-Ruf in der Computerszene. Der nächste größere Coup war die Vertretung der Marke „Explorer“, die zu manigfaltigen Abmahnungen bei Firmen führte, die den Namen „Explorer“ in ihren Produkten verwendeten. Dabei versuchte er auch, die Auslieferung einer SuSe-Distribution und einer Ausgabe der Zeitschrift ct per einstweiliger Verfügung zu stoppen. Bei der Linuxdistribution gelang ihm dies sogar. Inzwischen ist die Marke „Explorer“ wegen „Bösgläubigkeit“ gelöscht.

Verhoben hat sich von Gravenreuth an der Tageszeitung „taz„. Dort versuchte er, Gebühren zweimal zu kassieren und obwohl die taz ihm nachwies, dass er Kenntnis davon hatte, dass sie geforderte Gebühren bereits entrichtet hatte, trieb es von Gravenreuth soweit auf die Spitze, dass er die Domain taz.de nicht nur pfänden ließ, sondern sie auch versteigern wollte. Das war offenbar das Moment, indem der Verlag rigoros zurückschoß. Dies führte zu einer 14-monatigen Haftstrafe ohne Bewährung wegen Betruges, in die auch eine andere Strafe wegen Veruntreuung von Mandantengeldern einfloss. Von Gravenreuth verschaffte sich noch Zeit bis zum letzten Monat, bevor er die Haft antreten mußte, weil er Zeit für die Auflösung seiner Kanzlei benötige.  Nachdem er den Haftantrittstermin verstreichen ließ und ihm die zwangsweise Abführung drohte, hat er sich letzte Nacht erschossen.

Man kann über von Gravenreuth denken, was man will, aber es war durchaus spannend, sich mit ihm im Heise-Forum zu streiten (jedenfalls, bis er dort virtuelles Hausverbot erteilt bekam). Er wurde von der Szene so dermaßen gehasst, dass ich davon ausgehe, dass heute in einigen deutschen Städten Partys zu seinem Tode veranstaltet werden.

Ich finde es unterm Strich einfach traurig, dass ein so intelligenter Mensch, so würdelos abtritt. Von Gravenreuth war stets streitbar, aber das ist ein bitteres Ende einer ganz langen Geschichte. Traurig!

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Ich bin ja bekennender Chaot. So sieht auch meine Musiksammlung aus. Die einst gekauften CDs befinden sich in unterschiedlichstem Zustand an unterschiedlichsten Orten. Teilweise existieren CD-Hüllen ohne Inhalt – oder eben Silberscheiben ohne Hülle. Manche befinden sich brav einsortiert in Aufbewahrungsboxen und ~ständern – andere wiederum schlummern noch in Umzugskarton.

Nun besitze ich ja auch eine nicht unerhebliche Menge von CDs. Schon wegen meines alten Musikmagazines „Klangwald“ wurde ich reichlich bemustert – und in guten Tagen habe ich auch rund nen Fuffi im Monat für die Scheiben ausgegeben.

Ist auch alles kein Thema, denn man zieht sich die Scheiben ja ins MP3-Format und archiviert sie dann auf der Festplatte. Soweit, so theoretisch. In der Praxis stellt man dann fest, dass selbst Festplatten nicht ewig halten. Außerdem gibt es doch einen Qualitätsunterschied zwischen den MP3-Dateien, die ich vor 10 Jahren erstellt habe, zu denen von heute. Schon alleine, was die ID3-Tags angeht.

Jetzt habe auch ich eine schöne Lösung für mein Problem (wieder)entdeckt: Napster. Klar, es hat sich rumgesprochen, dass die alte Räuberplattform für illegale MP3-Dateien inzwischen ein legales Abo-Konzept für eine Musikflatrate verfolgt. Rund 10 Euro/Monat kostet es, sich Zugang zu rund 8 Millionen Tracks zu verschaffen. Nun bin ich zur Zeit in einer Situation, wo ich sehr genau schauen muß, ob ich regelmäßige Zahlungsverpflichtungen eingehe(n kann), aber das derzeitige Winterangebot hat es mir leicht gemacht: Ohne weitere Verpflichtungen, gibt es die ersten 30 Tage kostenlos. Innerhalb dieser Zeit kann man jederzeit per Mausklick die Testphase beenden, aber ich bin bereits nach zwei Tagen überzeugt.

Ich behaupte von mir, dass ich eine hohe Bandbreite von Musik höre. Das schließt Synth-Pop, Dark-Wave und Gothic ebenso mit ein, wie Elektronische Sphärenmusik, Pop, EBM und Hip-Hop. Als ich das Archiv auf die Probe stellte, blieb kaum ein Wunsch offen. Platten aus den 70ern und 80ern finden sich dort genauso, wie Scheiben, die am Tag der Suche frisch veröffentlicht wurden. Wermutstropfen: Ein paar wenige Künstler haben Ihre Werke für dieses Modell offenbar nicht freigegeben – dort gibt es nur 30-Sekunden-Snippets zu hören. So geschehen, beispielsweise bei dem aktuellen Charts-Sampler „We love Winter“, aber auch der Gruppe „Obscenity Trial“. Dafür wiederum habe ich Zugriff auf das gesamte Schaffenswerk von Kraftwerk und auch Künstler, die mir aus meiner Jugend noch im Ohr sind (Tee Kay, Andreas Vollenweider), finden sich dort in guter Qualität. Auch aktuelle Sampler, wie die „BRAVO Hits 68“ gibt es dort zum Download.

Das Schöne an der Sache: Man kann sich nicht nur alles anhören, sondern auch herunterladen. Abgespeichert werden die Tracks als WMA-Dateien mit Kopierschutz. Anhören ist also nur für die Zeit möglich, in der das Abo seine Gültigkeit hat und auch nur auf dem angemeldeten PC und bis zu zwei weiteren Rechnern. Unter zuhilfenahme von Recordingsoftware, wie zum Beispiel Tunebite, ist es jedoch möglich, die Tracks in MP3-Dateien zu konvertieren und auf ein mobiles Gerät zu übertragen (oder was man sonst noch alles mit MP3-Dateien machen kann). Dabei lässt die Qualität der Konvertierung nicht zu wünschen übrig.

Ich kann also wirklich sagen: Für knapp 10 Euro pro Monat steht mir fast alles an Musik zur Verfügung, was ich haben möchte – selbst die alten Klassiker, die ich mir ungern nachkaufe (zweimal für dieselbe Musik Geld ausgeben ist irgendwie bescheuert).

Toll!

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