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Archive for the ‘Firmen – Professionals ;)’ Category

Ich weiß nicht, ob die Macher von meinVZ ahnen, dass ich mir Geburtstage schlecht merken kann und deshalb gar nicht früh genug daran erinnert werden kann, aber ich habe den Eindruck, dass man es mit den Vorabhinweise auch übertreiben kann 😉

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Den Titel meine ich ganz ernst. Irgendwie funktioniert das Prinzip von Lokalredaktionen in unserer Stadt mehr schlecht als recht. Gerade, auf meinem Weg zum nahegelegenen Edeka, kreuzte ich den Weg mit einem der Chefredakteure unserer Stadt. „Hallo!“, grüßte ich freundlich und fragte: „Na? Endlich Feierabend?“. Der sonst stets lächelnde Mensch schaute mich müde an und schien einige Lasten auf den Schultern zu haben: „Ja, hab ich.“, war seine Antwort und er ergänzte seine Aussage mit einem leichten Lächeln. Ein paar Schritte gingen wir zusammen, bis er zu seinem Auto abbog: „Schönen Abend dann noch!“, sagte er und verschwand in einer Einfahrt.

Das brachte mich zum Nachdenken. Klar, mecker ich gerne über die Lokalredaktionen, weil sie fast nur noch vorgefertigte Texte abdrucken, weil sie schlecht recherchieren, mehr über Taubenzüchtervereine berichten, als über Stadtpolitik, weil sie teilweise in Ausschüssen gar nicht mehr erscheinen etc.pp. – andererseits planen die großen Verlage hinter den Redaktionen seit vielen, vielen Jahren in regelmäßigen Abständen, die Lokalredaktionen dicht zu machen. Hier in Castrop-Rauxel will man aber offensichtlich der Konkurrenz nicht alleine das Geschäft überlassen und so traut sich kein Verlagshaus, sich zuerst zurückzuziehen. Gerüchte sagen, dass man den Mitarbeitern der einen Redaktion die Pistole auf die Brust gesetzt habe: Kündigung oder ein Drittel weniger verdienen. Die andere Redaktion hat man gleich nahezu komplett ausgetauscht.

Wahrscheinlich macht die Arbeit dann irgendwann auch nur noch halb soviel Spaß. Und vielleicht war das heute so ein Abend für den Chefredakteur, der einen doofen Tag beendete. Schade, dass oft die Qualität auf der Strecke bleibt – und noch bitterer, dass es manchmal gute Leute offenbar etwas zermürbt.

Ich hoffe, er hat noch was gemacht aus diesem Abend, der Chefredakteur!

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Wie ich ja bereits schrieb, arbeite ich diese Woche zur Probe und gestern war mein erster Tag. Kurz zusammengefasst: Läuft. Ich sehe bisher keine Arbeitsbereiche, die mich zu überfordern scheinen. Von daher bin ich sehr optimistisch, dass aus der Probearbeit eine feste Arbeitsstelle wird.

Leider werden sich meine Blogeinträge zur Firma in Grenzen halten, denn der Chef liest hier mit (btw: Hey, Chef – ein größerer Monitor wäre toll ;-)). Aber nette Kleinigkeiten wird’s immer mal geben, die es ins Blog schaffen. So zum Beispiel mein erster Kaffee heute. Da wurde mir zunächst die Kaffeemaschine erklärt und als ich dann eine der Besuchertassen nahm, sagte eine Arbeitskollegin: „Die sind etwas klein – ich würde eine andere nehmen.“ Daraufhin kramte sie etwas im Schrank und sagte: „Die hier! Die nimmt der Chef nicht so gerne, glaube ich.“ – woraufhin ein Lächeln über mein Gesicht huschte. In meinem eigenen Büro, als ich noch Chef war, hatte ich auch so eine ähnliche Tasse.

So sitze ich also bei der Probearbeit im Büro und vor mir steht eine Tasse wunderbarer Kaffee aus einer Jura-Maschine und auf der Tasse steht in großen Lettern: „BÜRO CHEF„. Ich sag ja: Läuft…

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Wie berichtet, nehme ich nächste Woche eine Probearbeit auf. Pflichtgemäß habe ich mich bei meiner Sachbearbeiterin der Vestischen Arbeit gemeldet, um diesen freudigen Vorgang anzukündigen.

Es gäbe ein paar Unterlagen, die vom Arbeitgeber auszufüllen seien – ich möge bitte am nächsten Tag um 13:30h in Büro meiner Sachbearbeiterin erscheinen. Gut, kein Problem – das wäre gestern gewesen. Da fiel mir aber ein, dass es beim letzten Termin Probleme bei der Fahrtkostenerstattung gab – diese seien nur erstattungsfähig, wenn vorab angezeigt wird, dass diese anfallen. Es war mir damals zu blöd, den Wahrheitsgehalt dieser Aussage zu kontrollieren und habe es dabei bewenden lassen. Da ich diesmal allerdings quasi am letzten Tag vor Auszahlung neuer Bezüge einbestellt wurde, war ich in der Tat darauf angewiesen, dass mir die Fahrtkosten erstattet werden. Also rief ich an und teilte mit, dass Fahrtkosten entstünden. Ich solle Belege dazu beibringen. Aber wo ich schonmal dran sei: Der Termin ist doch eher ungünstig – ich möge einen Tag später um 10 Uhr vorbeikommen. Das war heute.

Pünktlich um 10 Uhr überreichte mir meine Sachbearbeiterin zwei DIN-A-4-Zettel, die vom Arbeitgeber auszufüllen sind. Punkt.

Im Gegenzug überreichte ich meine Busfahrkarte über 2,30 Euro.

Daraufhin erhielt ich einen Antragsbogen für die Fahrtkostenrückerstattung. Dass die Rückfahrt den selben Betrag kosten würde, wurde mir geglaubt und auf die Beibringung der Rückfahrkarte hat man verzichtet („Das kostet ja nur wieder Geld, wenn Sie die schicken müssen“).

Ja, Entschuldigung – das hätte sich die Frau Sachbearbeiterin auch mal vorher durch den Kopf gehen lassen können. Meine Rechnung sieht nämlich so aus:

1 * Porto 0,55 Euro zu 2 * 2,30 Euro Fahrtkosten = 4,05 Euro Steuergelder versemmelt

Wohlgemerkt: Ich hatte keine Unterschrift zu leisten – meine Anwesenheit war nicht erforderlich. Ich habe lediglich zwei Bögen entgegengenommen, die ich dem Arbeitgeber überreichen muß!! Für mich unglaublich!

Ich wurde übrigens bei der Rückfahrt vom Vater eines Kollegen aufgesammelt und habe meine Sachbearbeiterin angerufen, dass keine Kosten für die Rückfahrt entstanden sind. So einen Anruf schien sie auch noch nicht gehabt zu haben…

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Als Kommunalpolitiker stehe ich ja für viele Menschen auf der „bösen Seite der Macht“ – manche freut’s aber auch, weil sie mich kennen und damit einen kurzen Draht in die Politik haben. Zwar bin ich nur kleiner Parteisoldat und mache hier und da etwas (einen Ratssitz habe ich bei der letzten Wahl um 0,2% verpasst), aber wenn ich was tun kann, bemühe ich mich auch.

So wurde ich vor knapp drei Wochen darauf hingewiesen, dass es im Stadtbereich eine nicht unerhebliche Fläche gibt, auf der nicht ein einziger Mülleimer zu finden sei (für die Ortskundigen: Untere Rennwiese bis zur Thomasstraße). Mitten darin eine vermüllte Bushaltestelle – ebenfalls ohne Abfalltonne. Wenn Hundebesitzer ihrer Pflicht nachkommen, die Exkremente ihres Vierbeiners aufzusammeln, schleppen sie diese mitunter kilometerweit durch die Gegend. Das muß und sollte eigentlich nicht sein. Wie man an der vermüllten Haltestelle sieht, besteht ja auch durchaus ein Bedarf an einem Abfalleimer.

Also habe ich vor zweieinhalb Wochen den dafür zuständigen Stadtbetrieb EUV angerufen und mit den zuständigen Kollegen gesprochen. Quasi der kurze Dienstweg, weil ich eigentlich davon ausgehe, dass man für eine Mülltonne keinen Antrag in den Ausschüssen oder im Rat stellen muß. Das wäre ja auch für den EUV etwas peinlich. Ergebnis: „Wir kümmern uns darum!“.

Montag war diese Aussage zwei Wochen alt und nichts hatte sich getan. Ein erneuter Anruf sollte Bewegung in die Sache bringen: „Morgen schicken wir einen Kollegen raus, der mal schaut, ob wir dort einfach was anbringen können oder ob ein Pfahl zur Befestigung gesetzt werden muß. Wir rufen Sie danach morgen zurück.“

Tja, heute ist Donnerstag – und so langsam werde ich zum Frettchen in dieser Angelegenheit, denn angerufen hat mich niemand. Heute habe ich den Hörer dann noch einmal in die Hand genommen und dem EUV abgerungen, dass dort definitiv ein Mülleimer installiert wird. Zur zeitlichen Frage wollte man sich nicht genau festlegen: „vermutlich im Laufe der nächsten Woche“. Wenn da nächste Woche Freitag immer noch kein Mülleimer angebracht ist, frage ich mich, ob man dort überhaupt an einem kurzen Dienstweg interessiert ist. Also wenn es schon so problematisch ist, mal eine Mülltonne ohne großes Aufsehen installieren zu lassen, wundern mich manche Anträge in den Ausschüssen nicht mehr, die sich ebenfalls mit so Minimaterien beschäftigen.

Das war keine Glanzleistung unseres Stadtbetriebes EUV – den ich aber ansonsten sehr für seine gute Arbeit schätze. Ich bleib dran! Und ich lass nicht locker, bevor dort eine Mülltonne steht! Basta! 🙂

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Zwei Dinge vorweg:

  1. Ich bin niemand, der vorschnell „Zensur“ schreit – ich suche auch nicht nach Zensurfällen, um sie anzuprangern.
  2. Eigentlich ist es nicht klug, sich als Kommunalpolitiker mit der örtlichen Presse anzulegen. Im Zweifel sitzen sie bei der Berichterstattung am längeren Hebel.

Und trotzdem: Das Portal „DerWesten.de“ hat 1. einen Eintrag von mir „moderiert“, einen weiteren Eintrag mit dem Hinweis „Dieser Kommentar entsprach nicht den Nutzungsbedingungen und wurde daher entfernt!“ entfernt und noch einen Eintrag kommentarlos gelöscht. Daraufhin hat man mein Cookie gesperrt, sodass es mir nicht mehr möglich ist, im System DerWesten.de zu kommentieren (natürlich hätte ich reichlich Möglichkeiten, diese Sperre zu umgehen).

Das ist schon ein starkes Stück!

Warum verbietet die freie Presse einem Kommunalpolitiker das öffentliche Wort? Deswegen:

Ein Kommentator des Systems DerWesten sprach mich heute darauf an, dass man sachliche Beiträge von ihm kommentarlos gelöscht habe und er inzwischen auch keine Eingabebox für Kommentare mehr angezeigt bekommt. Daraufhin habe ich unter dem selben Artikel kommentiert:

Und dann noch etwas in diesem Zusammenhang: Herr [Name des Nutzers] hat wohl auch schon Kommentare hierzu abgegeben. Diese wurden aber wohl entfernt. Zudem erhält er unter den Artikeln keine Eingabemaske für Kommentare mehr.

Entweder ist dies hier ein freies Kommentarsystem innerhalb der geltenden Gesetze, Bestimmungen und Auflagen oder ein zensiertes Diskussionsforum. Die Zensur als solche kann ich den AGB jedoch nicht entnehmen. In §8, Abs. 1 wird davon gesprochen, dass Inhalte gelöscht werden können – jedoch nur als Sanktion auf Beiträge, die nicht den Nutzungsbestimmungen entsprechen. In §4, Abs.5 geht es ausdrücklich um offensichtlich rechtswidrige Inhalte mit einer selbstauferlegten Informationspflicht seitens der Redaktion, eine Löschung dem Benutzer per Mail mitzuteilen.

Ich teile nicht in allen Bereichen die Meinung von [Name des Nutzers], aber ich sehe es – vorsichtig formuliert – mit einer großen Skepsis, wenn hier reihenweise Einträge gelöscht werden, ohne dass dies kenntlich gemacht wird. In einem anderen Thread gab es wohl eine Rückfrage an mich – auch diese wurde entfernt.

Ich würde mich freuen, wenn die Moderatoren dieses Forums dazu Stellung bezögen oder die Nutzungsänderungen abänderten und Ihre Nutzer darüber informierten.

Meiner Meinung nach, konterkariert sich die freie Presse mit diesem Verhalten selbst! Wenn ich nur auf gefilterte, anonyme Beiträge stoße, ist das keine Diskussion mehr im freiheitlichen Sinne.

Dieser Absatz wurde aus meinem Kommentar ersatzlos gestrichen und ersetzt durch „[von Moderation editiert]“. Daraufhin gab es einen zustimmenden Beitrag eines anderen Nutzers, der so etwas schrieb, wie „#17 und #18: Genau eurer Meinung!“ (o.ä.) auf den ich antwortete:

@[anderer Nutzer]: Auch das ist ein Problem: Wenn in Kommentaren Bezug auf Beitragsnummern genommen wird und nachträglich Beiträge gelöscht werden, stimmt man u.U. plötzlich Meinungen zu, denen man gar nicht zustimmen wollte. Es sei denn, die Moderation passt auch in den Kommentaren die Nummerierungen an.

Das Problem wurde ja bisher dadurch vermieden, dass statt des Kommentars ein Hinweis erfolgte, dass der Beitrag bspw. gegen die Nutzungsbestimmungen verstieß und entfernt wurde.

Sollte ich die Aussagen hier im Forum aber richtig deuten, wurde bei einigen Artikeln Kommentare ersatzlos gestrichen, sodass sich auch die angezeigte Zahl der Gesamtkommentare verringert. Das ist nach meiner bescheidenen Meinung zumindest problematisch – wenn nicht sogar bei Aussageverschiebungen in Kommentaren durch nachträgliche Umnummerierung der Beiträge u.U. auch ein rechtliches Problem, wie ich finde. Ob der Fall hier schon eingetreten ist, habe ich nicht nachvollziehen können.

Dieser Kommentar wurde ersetzt durch den Text „Dieser Kommentar entsprach nicht den Nutzungsbedingungen und wurde daher entfernt!“.

Daraufhin schrieb ich:

An die Moderation: Ich bin nicht bereit, den editierten Beitrag so stehen zu lassen. Seien Sie so konsequent und entfernen dann bitte den kompletten unter der derzeitigen #18 geführten Beitrag von mir.

Ferner fehlt mir die eMail zur Löschung meines Kommentares, der unter #19 geführt wurde (nachdem der Kommentar von [anderer Nutzer] ohne Hinweis gelöscht wurde).

Darüber hinaus bitte ich um Mitteilung, inwiefern mein Beitrag #19 gegen die Nutzungsbestimmungen verstoßen hat. Meine Mailadresse ist Ihnen ja bekannt.

Sehr verärgert,

Nils Bettinger

Den Kommentar hat man gleich kommentarlos gelöscht und mir daraufhin den Zugang zum Kommentarsystem abgedreht.

Das ist also unsere freie Presse, die ein Kommentarsystem installiert hat, das sie in den eigenen Nutzungsbedingungen regelt. Und sich selbst nicht daran hält!

Wenn jemand in seinem privaten Blog Einträge löscht, dann halte ich das für sein gutes Recht. Ich habe das bisher erst einmal getan, wobei mir der Benutzer das auch angeboten hat. Wenn die WAZ reihenweise kommentarlos Beiträge löscht, darüber nicht informiert und es soweit treibt, Lokalpolitikern das öffentliche Wort abzuschneiden, dann stimme ich in den Gesang mit ein und schreie:

ZENSUR!!!

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